Schon die Kleinsten „in Bewegung bringen“

Schon die Kleinsten „in Bewegung bringen“

Gesundheitszentrum Oberammergau spendet für Boulderwand im Kindergarten Kunterbunt

 

Oberammergau. Wir bewegen uns viel zu wenig. Besorgniserregend ist vor allem der Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen mit den möglichen Spätfolgen. Nur 11,5% der Jugendlichen sind, wie von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen, täglich mindestens 60 Minuten körperlich aktiv. So nimmt es auch nicht wunder, dass immer mehr Kinder übergewichtig sind und die Zahl der an Diabetes leidenden Kindern und Jugendlichen ständig steigt. Körperliche Fehlhaltungen, motorische Leistungsschwächen und Übergewicht sind bereits bei Kindern im Grundschulalter keine Seltenheit mehr.

 

Man kann nicht früh genug mit Sport beginnen. Bereits kleinen Kindern Freude an Bewegung zu vermitteln und sie für sportliche Betätigung zu begeistern, ist eine ganz wichtige Aufgabe in der frühkindlichen Förderung, ist auch Ulrich Tonak, Mitinhaber des Gesundheitszentrums Oberammergau, überzeugt, und er sieht sich in der Verantwortung, durch gezieltes Sponsoring Aktivitäten in der Region im Bereich Kinder- und Jugendsport zu fördern. Diese Einstellung kam jetzt erst wieder mit einer Spende in Höhe von 750 Euro dem Oberammergauer Kindergarten Kunterbunt zugute.

 

Der integrative Bewegungskindergarten setzt auf ganzheitliche Förderung in der Entwicklung durch die tägliche Kombination von Bewegung und altersentsprechenden Bildungsangeboten. Bildung durch Bewegung lautet der Grundsatz der Konzeption als Bewegungskindergarten. Alle Entwicklungsbereiche des Kindes werden gezielt durch Bewegung und Spiel gefördert. Dazu kommen die beiden Säulen Ernährung und Entspannung.

 

Leiterin Heidi Herzog ist zu Recht stolz darauf, dass Kunterbunt viel Platz für Bewegung bietet. Alle Räume sind auf Bewegung ausgerichtet und regen die kindliche Aktivität an. Dazu gehört auch eine Turnhalle mit Groß- und Kleingeräten. Der große Wunsch von Heidi Herzog und ihren Mitarbeiterinnen war seit Langem eine Boulderwand für die Turnhalle. Durch bouldern (eine Form des Kletterns) lassen sich Kraft, Koordination oder Psyche trainieren.

 

Ein großes Problem waren allerdings die Kosten. Zunächst versuchte man durch Aktionen, wie Kuchenverkauf, die Mittel dafür aufzubringen. Doch trotz aller Bemühungen, es zog sich hin. Ein Gespräch mit der ehemaligen Ski-Weltmeisterin Mariam Vogt, Vizepräsidentin des Deutschen Skiverbandes und Initiatorin der Aktion „Schneekristall“, die auch das Ziel hat, Kindern Spaß am Sport und der Bewegung zu vermitteln, brachte die Lösung: Heidi Herzog befolgte deren Rat, Sponsoren zu gewinnen.

 

Vogt empfahl der Kindergartenleiterin als Ansprechpartner auch Ulrich Tonak, von dem sie aus eigener Erfahrung wusste, dass er solchen „Fällen“ sehr positiv gegenübersteht. Tonak zögerte auch nicht, sich mit 750 Euro an dem „Projekt Boulderwand“ zu beteiligen. „Das Konzept von Kinderbunt stimmt exakt auch mit der Philosophie des Gesundheitszentrums Oberammergau überein, das ebenfalls die drei Säulen Bewegung, Ernährung und Entspannung als Basis hat“, lobt Tonak das Kindergartenkonzept. „Das Gesundheitszentrum Oberammergau, bundesweit eine der führenden Adressen in Sachen Prävention, entwickelt auch ständig spezielle Präventionsangebote basierend auf diesen drei Säulen“, so Tonak.

 

Da die Lieferfirma Boulderwände Stefan Epp aus Bad Feilnbach Kunterbunt noch einen großzügigen Rabatt einräumte, konnte jetzt, im Zusammenhang mit der Zertifizierung als „Bewegungs-Kindergarten“, die Fertigstellung der Boulderwand mit einem großen Fest gefeiert werden. Die Kleinen zeigten sich begeistert.

 

BU:

Über einen Scheck in Höhe von 750 Euro von Ulrich Tonak (rechts), Mitinhaber des Gesundheitszentrums Oberammergau, als Beitrag zur Finanzierung der Boulderwand in der Turnhalle des integrativen Bewegungskindergartens Kunterbunt in Oberammergau, freut sich Leiterin Heidi Herzog. Mit auf unserem Foto der Inhaber der Lieferfirma Stefan Epp (2.v.l) mit dem zuständigen Monteur Jürgen Kiermeier (ganz links). Foto: gzo

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